Der Canon PIXMA IP90 überzeugt vor allem im Design. Das soll keine Abwertung gegenüber HP’s Officejet H470wbt sein. Positiv fallen die geringen Abmessungen auf. Der Stromverbrauch ist mit angegebenen 10 Watt sehr gut. Der HP Officejet H470 benötigt beispielsweise runde 25 Watt während des Druckes. Der zusätzlich erhältliche Lithium-Ionen-Akku LB-51 reicht für ca. 450 Seiten.
Sehr hilfreich für den mobilen Einsatz im Auto oder Vorort ist natürlich die Möglichkeit der kabellosen Datenübertragung vom Gerät zum Canon PIXMA IP90. Die schon vom Canon i70 bekannte Infrarotschnittstelle wurde beibehalten. Zusätzlich besteht die optionale Möglichkeit, einen Bluetooth Adapter zu verwenden, was ich persönlich als die einzig richtige Lösung betrachte. Denn schon der Canon i70 war mit seiner Infrarotverbindung mehr ein Übel als Helfer bei dem Thema „Drahtlose Verbindung“.
Mit bis zu 16 Seiten in s/w und 12 Seiten in Farbe positioniert sich der Canon PIXMA IP90 in das Mittelfeld seiner Klasse. Zum Vergleich: Der HP 470 kommt auf 18 Seiten bei s/w und 22 Seiten im Farbdruck. Für meine Nutzung genügen die Werte des Canon PIXMA IP90. So oft und schnell muss ich keine Ausdrucke mobil abliefern.
Die Druckauflösung von bis zu 4.800 x 1.200 dpi ist Standard und genügt meinen Anforderungen. Fotos druck ich weniger von „Unterwegs“ aus. Bei wem der Schwerpunkt auf „Fotodruck“ liegt, ist mit dem Canon PIXMA IP90 jedoch nicht perfekt bedient. Meine Meinung. Für den Ausdruck von Erinnerungsbildern nutze ich meinem HP Fotodrucker. Wer wie ich „nur“ Geschäftsdrucksachen von seinem PIXMA IP90 verlangt, ist bezüglich der Druckqualität und Druckgeschwindigkeit gut bedient.
Etwas mager und ein altes Übel der mobilen Canon Drucker – das Thema „Tinte“. Zwei Druckpatronen setzt der Canon PIXMA IP90 ein. Eine für Schwarz und eine für die drei Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow. Das ist weder zeitgemäß noch kostensparend. Wenn eine Farbe aufgebraucht ist, muss sogleich die ganze farbige Tintenpatrone gewechselt werden. Und viel Farbe passt bekanntlich in einen BCI-16C Dreifarb-Tintentank nicht hinein.
Der PictBridge Anschluss für den Fotodirektdruck von kompatiblen Digitalkameras gehört mittlerweile bei Druckern zum guten Ton und wirft niemand mehr vom Hocker. Was ich aber vermisse, sind Slots für meine Speicherkarten. Das drucken von Dokumenten ohne PC ist nicht möglich, ein Minuspunkt auf meiner Skala.
Ein weiterer halber Minuspunkt geht an die geringe Papierkapazität der Papierzuführung. 30 Seiten sind zu wenig.
Es gibt Pro und Kontra für den PIXMA IP90. Wer nicht so sehr auf seinen Geldbeutel schauen muss, nur ab und zu etwas druckt und einfach nur Wert auf ein schmuckes Design und kleine Abmessungen legt, ist bei dem PIXMA IP90 richtig. Für den mobilen Einsatz in geschäftlichen Angelegenheiten kann ich ihn nicht empfehlen. Unwirtschaftliches Tintenhandling, kein eingebautes Speicherkartenlesegerät, geringes Fassungsvermögen der Papierkassette.