Heutige Einsatzbereiche für Plakate und Poster: elche Druckverfahren im Plakate oder Posterdruck zum Einsatz kommen, Welches Format für Plakate oder Poster?, Preise und Anbieter
Wer erfand das Plakat oder wo kommt er her? So genau kann man das nicht sagen. Hölzerne „Plakate“ wurden schon bei den Römern zur Verbreitung von Informationen verwendet. Aber erst der moderne Buchdruck im Mittelalter sorgte für eine stetige Verbreitung des Medium „Plakate“ zur Verbreitung von Informationen, der Propaganda oder der Präsentation von „Kunstwerken“.
Angeschlagene Flugblätter, Einblattdrucke, wurden schon im 14.Jahrhundert zur Verbreitung von Informationen genutzt. Das Wort „Plakat“ wurde zum ersten mal im 16. Jahrhundert in den Niederlanden verwendet. In dieser Zeit, bis zum 17. Jahrhundert nahm das heutige Plakat seine gestalterische Form und Nutzung an. Es wurden Waren, Feste und Ereignisse in Schrift und Bild beworben. Der Druck war noch einfarbig, weil kostengünstig. Erst im 18. Jahrhundert begann man farbige Plakate zu drucken. Es dauerte aber nicht lange, bis daraus farbenfrohe Kunstwerke wurden. Die Nutzung war größtenteils als
Werbemittel aus folgendem Grund beschränkt: Die Obrigkeit sah die Nutzung der Plakate als politisches Instrument nicht gern. Wenn jeder Störenfried unerkannt revolutionäre Gedanken verbreiten darf, war das eine Gefahr für das System.
In Deutschland war ab 1848 die politische Verwendung von Plakaten fasst überall verboten. Zwar erhielt im Jahre 1854 der Berliner Ernst Litfaß vom Polizeipräsidenten die alleinige Genehmigung in Berlin Plakate auszuhängen, doch keine politischen.
In der NS-Zeit wurde die politische Nutzung von Plakaten allerdings wieder stark kontrolliert und zensiert, für die eigene Propaganda jedoch ausschweifend genutzt.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden Plakate wieder verstärkt für politische Ziele eingesetzt, verloren in diesem Segment bis heut jedoch zugunsten von Medien wie TV, Radio und Internet einiges an Bedeutung.
Abzugrenzen von der Thematik „Politische Plakate“ sind sog. Künstlerplakate, illustrativen Plakate, welche von Künstlern gestaltet wurde und schon im 18. Jahrhundert begehrte Sammlerobjekte wurden. Sogar in Galerien wurden sie ausgestellt.
Auf Litfasssäulen werden beispielsweiße Plakate mit bis zu „8/1 Bogen“ angebracht. Das ergibt eine Größe von 119 cm x 336 cm, oder 1,19 Meter x 3,36 Meter.
Es gibt auch sehr große Poster im Format „18/1 Bogen“, was eine Höhe von 2,52 m und breite von 3,56 m entspricht. Gedruckt werden aber oft DIN A1 Drucke, die dann im Schachbrettmuster plakatiert werden.
Gebräuchlich sind heute (2009) „1 Bogen“, oder DIN A1 für Plakatdrucke. Das hat natürlich rationale Gründe. Kleinauflagen werden oft in digitalen Druckverfahren gefertigt. Die Gerätetechnik ist bereits ab 15.000 Euro erhältlich und jede Druckfirma kann den Massenmarkt bedienen. Aber ebend diese preiswerten Geräte diktieren die Formate und Preise am Markt. Für wenige Euro kann sich jeder ein Plakat oder Poster im Format DIN A1 oder DIN A0 drucken lassen. Größere Formate können die meisten Online-Druckereien nicht bedienen. Sie können aber sich gegenseitig im Preis unterbieten. Das führt zu einer Etablierung der Formate DIN A0 und DIN A1.
Die Antwort hängt davon ab, ob nur Text oder viel Grafik abgebildet werden soll. Einige Anbieter sind der Meinung, selbst mit 150 DPI kann man ein anspruchsvolles, grafisches Plakat, Poster, drucken lassen. Man muss aber auch die Größe des Plakates oder Posters in Betracht ziehen. Ein Plakat im Format „18/1 Bogen“ kann eventuell mit 96 DPI gedruckt werden. Denn bei dieser Größe steht der Betrachter mindestens einige Meter weit entfernt davor und kann selbst mit Adleraugen keine einzelnen Pixel erkennen. Steht der Betrachter aber 1 Meter vor dem Plakat/Poster, kann er durchaus die einzelnen Bildpunkte sehen. Und wenn er 30cm vor dem Poster steht, kann er die Pixel, Bildpunkte, sogar zählen. Das macht keinen guten Eindruck. Meine Einschätzung – ein Plakat oder Poster im Format „1 Bogen“ oder DIN A1 sollte mit 300 DPI gedruckt werden, minimal aber mit 150 DPI.Poster für das Kinderzimmer oder die Wohnstube benötigen jedoch keine außergewöhnliche Druckveredelung. Klar, Luftfeuchte tritt in jedem Zimmer auf und das Poster wellt sich. Aber da genügt der Druck auf einer höheren Grammatur, Papierstärke. Oder die Investition in einen großen Bilderrahmen. Einen besonderen Schutzlack benötigt man im Wohnbereich aber weniger. Es sei, dass Poster soll 50 Jahre lang die volle Farbenfreudigkeit behalten und Nikotin keinen Einfluss erlangen.